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Straßenbau früher und heute 

ein kurzer historischer Streifzug


 

Straßenbau Früher und Heute

In und über allen großen Kulturen wird von Straßenbau und Straßenbauern berichtet.

Alle bekannte historische Berichte reichen bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurück. Deshalb ist es möglich beim Straßenbau von einer sehr alten Baukunst bzw. einem sehr alten Handwerk zu sprechen.

Am Anfang gab es nur Trampelpfade, welche von den ersten menschlichen Siedlungsgebieten wegführten und sich im weiten Gelände verloren.

Die Erfindung des Rades und die weitere Entwicklung zum Wagen, in verschiedenen Ausführungen, machtes es erforderlich, den Untergrund zu befestigen. 

Diese Entwicklung führte zum Straßenbau und zum Straßenbauhandwerk, denn so entstanden die ersten befestigten, gepflasterten Wege und Straßen.

 

Die Bedeutung des Straßenbaus

Straßen und Wege haben in allen Kulturen eine sehr große Bedeutung.

Es entstanden  frühzeitig große Handelsstraßen in China und Syrien, Straßen mit anliegenden Gräbern in Rom, Heerstraßen, Königsstraßen, heilige Straßen und Prozessionsstraßen usw.

Innerhalb der Jahrhunderte und Jahrtausende entwickelten sich Straßen in ihrer Konstruktion und Ausführung sehr unterschiedlich, durch die Faktoren Boden, Witterung, Baustoffe usw.

Meist waren es einfache bzw primitive Straßen aus gestampfter Erde, dann wiederum Schotterstraßen, häufig Holzbohlen- und Knüppelwege oder sogar auf Holzpfählen gegründete Straßen. Befestigungen aus Pflaster spielten jedoch auch bereits frühzeitig eine Rolle. Pflasterungen wurden hauptsächlich in Tempel-Innenhöfen, in Prozessionsstraßen und in Siedlungen ausgeführt. 

In Babylonien wurden Straßen und Plätze mit Ziegelpflaster befestigt und die Fugen wurden mit " Asfalt " vergossen.

Welche bedeutende Rolle Straßen bereits frühzeitig hatten, läßt sich am Beispiel des römischen Reiches vor und nach Christi Geburt verdeutlichen.  Straßenbau war hier vorallem für die Machterhaltung und für die Verwaltung des riesigen Reiches unabdingbar. Umfangreichen achäologischen Ausgrabungen von römischen Siedlungsgebieten in Deutschland , verdanken wir Kenntnisse des römischen Straßenbaus.

Besonders umfangreich waren die Pflastersorten im römischen Reich, die für den Wege- und Straßenbau verwendet wurden.

Es gab Großpflaster, Kleinpflaster, rechteckige, runde und polygonale Steine, Pflaster mit und ohne Unterbau.

Hinzu kam eine neue römische Erfindung - Opus Caementitium - ein " Beton " aus Kalk und hydraulischen Zusätzen wie Puzzolan und Tonziegelmehl und den Zuschlagsstoffen Sand, Kies, Ziegelsplitt und Splitt aus Naturstein. Diese Erfindung des " römischen Betons " wurde meist als obere Deckschicht für wichtige römische Straßen verwendet. Die ersten "Betonfahrbahnen". 

Mit dem Zerfall des römischen Reiches kam die Entwicklung des Straßenbaus bis zum 18. Jahrhundert zum erliegen, so das es in dieser zeit keine bedeutenden Straßenbauprojekte gegeben hat.

 

Der Straßenbau nach dem Mittelalter

Erst mit Beginn des 18. Jahrhunderts schreitet die Entwicklung des Straßenbaus weiter voran.

Überlegungen zu Querschnitten, Steigungen und Linienführungen sind die Ursache. Aus den primitiven Erdstarßen des Mittelalters werden Schotterstraßen und Schotterwege, Begriffe die auch bis in unsere zeit noch gebräuchlich sind. Erstmals wird auch auf gutes Planum, auf sauberen Unterbau und auf die Verdichtung der eingebauten materialien hingewiesen. Es kommt auch wieder zu Straßenbauten und Wegebefestigungen in Pflasterbauweise auf wichtigen Landstraßen  und in Städten und Gemeinden.

Diese Straßen werden nun mit Bogenförmigen Querschnitt und mit Randsteinen aus Naturstein als Widerlager ausgeführt.

Jedoch kommt es zu einem weiteren Stillstand in der Technikentwicklung beim Straßenbau. Dieser Stillstand ist bedingt durch den bau der Eisenbahnnetze in der Mitte des Jahrhunderts.

Nun traten zwei schottische Straßenbauer auf den Plan. Telford und MacAdam.  Beide Straßenbauer propagierten eine neue Technik - Die Packlage - ein Unterbau aus hochkant gestellten " Pflastersteinen " bei denen man die Spitzen abschlug und diese  Packlage mit Schotter überdeckte / überschüttete. 

Diese Straßenbautechnik setzte sich schnell durch und wurde bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts angewendet.

 

Der Straßenbau im 20. Jahrhundert

Nach der Erfindung des Autos und dessen Verbreitung wurden die Forderungen nach besseren Fahrbahnen lauter. Im Vordergrund stand hier am Anfang die Staubentwicklung beim Befahren der Straßen zu minimieren. Dieser Staubentwicklung wurde eine Oberflächenteerung, wenn auch versuchsweise, entgegengehalten.

Die Weiterentwicklung dieser Oberflächenteerung war dann die Innenteerung der Schotterstraßen -"Teermacadem"- .

Dies war der Beginn der Teer- und Asphaltstraßen, wie sie bis heute üblich sind, jedoch werden heute nur noch Bindemittel aus Bitumen eingesetzt.

Die "Teerstraße" wurde immer wichtiger, bis in Deutschland Ende der 20er Jahre erstmals die Betondecke als Fahrbahn für dauerhafte Straßen gebaut worden ist. Nun erlebte der"römische Beton" eine Wiederbelebung, wenn auch in wesentlich besserer Qualität und Technik.  

 

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